Vegane Lasagne

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Ich probiere mich auch immer gerne an neue Rezepte und bin allem aufgeschlossen. Daher stelle ich euch heute in meiner Reihe „Blogger-Lieblinsgerichte“ Stephanie vor, die uns ein veganes Rezept mitgebracht hat.

 

 Ein fröhliches ‚Hallo‘ alle miteinander!

Mein Name ist Stephanie, ich bin 42 Jahre alt und bin seit der Schwangerschaft mit meinem heute 16 Jahre alten Sohn Vegetarierin.

Vor etwa 4 Jahren bin ich dann ins vegane geschwenkt, sodass ich mich derzeit zu (ich würde sagen) 90% vegan ernähre. Ausnahmen mache ich, wenn ich eingeladen bin und es gar nicht anders geht.

Nebenberuflich bin ich seit 9 Jahren Heilpraktikerin und kümmere mich um ernährungsabhängige Krankheiten. Daraus haben sich Ernährungsumstellungs- und Fastenkurse entwickelt.
Und daraus vegane Kochkurse bei Menschen zu Hause mit deren Freunden. Das macht mir unheimlich viel Freude!!

Da ich also sooo viele vegane Rezepte entwickelt habe (es sind an die 80), wurde ich von den TeilnehmerInnen immer wieder dazu aufgemuntert, ein Kochbuch zu schreiben. Die Umsetzung gelang mir aber nie …
So kam dann die Idee zu meinem veganen aber undogmatischen Blog ‚VeganLeak‘. Hier gibt’s aber nicht nur Rezepte sondern auch Kritisches, Gastrotipps, Geschenkideen und sogar einen virtuellen Ernährungsumstellungskurs (der läuft sicher gerade, wenn Ihr das hier lest).

Vegan heißt ja nicht nur ‚tierfreies Essen‘, was manch einen ja gar nicht vordergründig interessieren mag. Es heißt eben auch ei- und lactosefrei und das interessiert – allergiebedingt -mittlerweile sehr viele Menschen.
Ich bin kein Freund von chemischen Zusätzen und Fertigprodukten, daher mache ich in meinen Rezepten so gut wie alles selbst … Eben auch den Käse auf einer Lasagne :)

Die Resonanz auf meine vegane Lasagne ist auch bei Nicht-Veganern großartig und daher möchte ich sie gern mit Euch teilen.
Meinen Blog findet Ihr auf VeganLeak und auf FB bin ich unter KöniginVegan zu finden.

Natürlich freue ich mich, wenn Ihr mal bei mir reinschaut (und die Lasagne kommentiert!?!?)

Freundlichvegane Grüße

Stephanie

Vegane Lasagne

– Zutaten und Rezept unter der Beschreibung! –

Bei der Lasagne müssen die tierischen Produkte des Käses als auch die Hack- und Bechamelsauce ersetzt werden. Da ich keinen Analogkäse mag, machen wir auch das Käsetopping selbst! Hurra!!

Wichtig sind Lasagneplatten, die man nicht vorkochen muss!Lasagne4

Gut ist auch, wenn man sich die einzelnen Zutaten/Saucen vorbereitet und dann, wenn man sie braucht, nur noch drauf zugreifen muss. Je nachdem, wie patent man am Herd ist, kann man auch zwei Dinge gleichzeitig vorbereiten. (Nein, ich bekomme kein Geld von Razunpel)

 

Die Sojaschnetzel brauchen allerdings besondere Zuwendung, da sie schnell schwarz werden! Wenn das Öl nicht heiß genug ist, werden sie matschig und bekommen keinen Biss … Also ‘Obacht’! Macht die Schnetzel zuerst, damit sie noch etwas durchziehen können.

Wer keine kleinen Schnetzel bekommt, nimmt die Großen und haut mit dem Hammer drauf … So habe ich es in diesem Falle auch gemacht … Geht gut und entspannt :)

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Die großen Schnetzel sind halt eher für Goulasch gedacht … (Ist auch ein schönes Herbst/Winterrezept fällt mir dabei ein).

Das Gemüse würde ich komplett vorbereiten, bevor es an die heiße Pfanne geht. Das wird dann schon  eine ganz schön große Portion. Aber soll ja auch jeder satt werden! Wenn das Gemüse fertig ist, kommen halt die Schnetzel und die passierten Tomaten dazu. Fertig ist die erste Sauce!!

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Zu der Bechamel ist gar nicht viel zu sagen. Nur, dass Ihr bei einer dicken Schicht, die doppelte Portion machen müsst (Ich hatte nur die aus dem Rezept)

Das Käsetopping sieht (wenn es fertig ist) etwas unappetitlich aus. Wichtig ist hier, dass es sehr salzig/würzig (umami) ist!! Stellt Euch einen Käse vor … Der ist auch SEHR salzig!

Nun habt Ihr schon mal alle Grundzutaten und dürft anfangen, die Lasagne zu basteln.

Das hat schon immer was meditatives und basteln ist auch irgendwie das richtige Wort dafür finde ich. Besonders bei “nicht eckigen” Auflaufformen gleicht keine Pastaschicht der anderen. Kids haben viel Freude dran und knabbern die Reste auch gern so! (Gretel, unsere Jack Russel Dame) auch ;) Wenn nun die komplette rote Sauce verbraucht ist, kommt noch eine Plattenschicht drauf, dann folgt die Bechamel! Direkt auf die Bechamel wird das Käsetopping vorsichtig gestrichen!

Keine Angst vor der Optik … Wird schon noch hübscher das Ganze

:) :) :)

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Nun gehts ab in den Ofen … Wenn Ihr alles richtig gemacht habt, zieht Ihr nach etwa einer halben Stunde eine köstliche Lasagne aus dem Ofen!

 

Sollten Reste bleiben, keine Sorge … Eigentlich schmeckt die Lasagne (im Ofen aufgewärmt … oder … ich mag sie auch kalt) noch viiiiel besser!!

Als letzten Tipp möchte ich Euch noch sagen: Nehmt Euch beim erstem Mal wirklich Zeit für die Lasagne … Es sind viele Schritte, die einem vielleicht noch nicht soo gut von der Hand gehen!

BUON APPETITO

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Rezept und Zutaten:

250 g Lasagneplatten (ggf braucht man nicht alle)

Tomatensauce
50 g Sojaschnetzel (klein)
je 1 Stück Zwiebel, Möhre, Lauch, Aubergine, Zucchini
2+1 TL Brühe
1 Flasche Passierte Tomaten
2 Stück Knoblauchzehe
4+5 EL Olivenöl
1 EL italienische Kräuter
2 TL Zucker
50 ml Wasser
Salz, Pfeffer, Zimt, Paprika (süß)

Bechamelsauce ( ggf.doppelte Menge!?)
50 g Margarine
5 EL Mehl
200 ml Sojamilch
3 EL Hefeflocken
1 EL Senf
150 ml Wasser
Salz, Pfeffer, Muskat

Käse’topping 
2 EL Margarine
4 EL Hefeflocken
1 TL Senf
150 ml Sojamilch
Paprika, Pfeffer, Salz(viel!!!), Kurkuma (wenig!)

Zubereitung

Rote Sauce
Aubergine, Zwiebeln, Knobi und Lauch kleinschneiden, Möhren und Zucchini grob raspeln.
4 EL Olivenöl in einer kleinen Pfanne wirklich heiß werden lassen, Sojaschnetzel einfüllen und sofort (und immer wieder) rühren, bis sie beginnen, braun zu werden.
Nun die italienischen Kräuter und 1 TL Brühe drüberstreuen und mit 50ml Wasser aufgießen. Weiter rühren und vom Herd nehmen.

In einer großen Pfanne 5 EL Olivenöl heiß werden lassen und zunächst die gewürfelten Auberginen darin anbraten, bis sie einigermaßen weich sind, dann das restliche Gemüse hinzufügen und weiter braten. Nach etwa 7 Minuten, die passierten Tomaten und 2 TL Brühe dazugeben und mit Pfeffer, Salz, Zucker und etwas Zimt abschmecken.

Herd ausstellen und Sojaschnetzel einrühren Beiseite stellen →

Weiße Sauce (Bechamel) 50 g Margarine im Topf schmelzen und 4 EL Mehl unter rühren im Topf mischen. Wasser und Sojamilch unter Rühren mit dem Schneebesen zugießen bis eine cremige Masse entsteht. Auch hier ggf. noch etwas Wasser hinzugeben. Mit 3 EL Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Wer gern eine dicke Bechamelschicht hat, macht die doppelte Menge Beiseite stellen →

Topping (Käseersatz)
4 EL Hefeflocken, 3 TL Mehl, 1 TL Salz und je eine Prise Paprika, Kurkuma und Pfeffer in einem Schälchen mischen. 2 EL Margarine in einem Topf schmelzen lassen und den Senf und die ‚Mischung‘ dazugeben und mit 150 ml Sojamilch schnell mit dem Schneebesen (Gabel) verrühren bis ein gut streichbarer Brei entsteht. Beiseite stellen 

Nun die Auflaufform gut mit der roten Sauce bedecken und eine Schicht Lasagneplatten einlegen. Es folgen noch 2 dieser Schichten. Auf die letzte Lasagneplattenschicht folgt nun eine der Bechamelsauce und Lasagneplatten. Die Platten müssen etwas in diese Sauce gedrückt werden, damit sie befeuchtet und gar wird. Ganz obenauf vorsichtig das Topping streichen

Bei 200 Grad im Ofen etwa 35 Minuten auf  einer der oberen Schienen backen.

 

Vielen Dank an Stephanie für dieses ausführliche Rezept :-)

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Alle Rezepte aus dieser Reihe findet ihr hier: Blogger-Lieblingsrezepte

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